B 5 - Brand Krankenhaus

Vollbrand eines Flachdaches auf der Baustelle der medbo

Zum 2. Folgeeinsatz innerhalb einer Stunde wurden wir mit dem Stichwort B 5 – Brand Krankenhaus alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine sehr starke Rauchentwicklung erkennbar. An der Einsatzstelle fanden wir folgende Lage vor: Auf dem Flachdach eines im Bau befindlichen Gebäudes brannten ca. 500 qm Dachpappe und weiteres Material. Zudem waren mehrere Gasflaschen beteiligt, die unter enormen Trümmerschatten detonierten und die Arbeiten in der Anfangsphase lebensgefährlich machte. Nachdem gesichert keine Personen mehr auf dem Dach oder im Gebäude waren und auch keine unmittelbare Gefahr für die umliegenden Gebäude bestand, konnten wir umgehend mit der Brandbekämpfung beginnen. Mit zwei Drehleitern und mehreren handgeführten Rohren konnte ein umfassender Außenangriff gestartet werden. Dieser zeigte nach kurzer Zeit auch schon Wirkung und das Feuer war in Gewalt bzw. unter Kontrolle. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde das modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöst und die Bewohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im weiteren Verlauf wurde eine weitere Drehleiter nachalarmiert, um die komplette Dachfläche abzudecken. Zur Wasserversorgung wurden mehrere B-Leitungen aus dem Ortskern zur Einsatzstelle gelegt. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich insofern schwierig, als dass die Arbeiten nur unter Absturzsicherung stattfinden konnten, weil mehrere Durchbrüche in der Betondecke waren. Letzte Glutnester wurden mittels Netzmittel (Schaummittelzumischung, um das Eindringverhalten des Löschwassers zu verbessern) über die Drehleitern gelöscht. Insgesamt 5 verletzte Arbeiter wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst versorgt. Ebenso ein Feuerwehrmann, der sich bei den Löscharbeiten verletzte.  

Neben der Feuerwehr (170 Einsatzkräfte) war sowohl der Rettungsdienst (80 Einsatzkräfte) und die Polizei (ca. 20 Einsatzkräfte) mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. Zur Lageeinschätzung und Sicherstellung aller Trümmerteile durch die Gasflaschen-Detonationen kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. 

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit bei allen umliegenden Feuerwehren, der Kreisbrandinspektion und UG-ÖEL, dem THW-Fachberater, dem Rettungsdienst und der Polizei sowie der Krankenhauseinsatzleitung, die auch die Verpflegung stellte.


Einsatzart Brand
Einsatzstart 2. September 2026 15:56
Einsatzdauer 5h
Fahrzeuge KdoW
HLF 20
DLK 23/12
LF8/6
RW2
TLF 4000
MTW
GW‐L2
WLFK
AB Wasser
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Velburg, FF Beratzhausen, FF Lupburg, FF See, FF Degerndorf, FF Rudenshofen, FF Hohenfels, FF Daßwang, FF Seubersdorf