Bürgerinfos
-Wespennester ein Fall für die Feuerwehr?-
Liebe
Mitbürgerin, lieber Mitbürger,
mit
dem Beginn der wärmeren Jahreszeit gehen bei der Feuerwehr
wieder fast täglich Anrufe ein, in denen sich
Bürgerinnen
und Bürger wegen Wespen-, Hornissen- oder Hummelnestern und
Wildbienen im Haus oder Garten hilfesuchend an uns wenden.
Ein Tätigwerden
der Feuerwehr ist in diesen
Fällen jedoch nur unter besonderen Voraussetzungen
möglich.
Der Aufgabenbereich der Feuerwehr umfasst unter anderem die
Technische Hilfe bei Unglücksfällen und sonstigen
Notfällen, soweit die Hilfeleistung im öffentlichen
Interesse liegt. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn Gefahr im
Verzug ist oder technische Hilfsmittel benötigt werden, die
nur
bei der Feuerwehr vorhanden sind. Weiterhin ist erforderlich, dass
die Hilfe nicht oder nicht in der notwendigen Schnelligkeit durch
Dritte geleistet werden kann und auch keine Selbsthilfe der
Betroffenen möglich ist.
Daher
darf nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz die Beseitigung eines
Wespennestes von der Feuerwehr als technische Hilfeleistung im
öffentlichen Interesse nur vorgenommen werden, wenn folgende
drei Voraussetzungen erfüllt sind:
1.
Es liegt eine konkrete Gefahr im Verzug (Notfall) durch das
Wespennest vor.
2.
Es kann nicht oder nicht in der notwendigen Schnelligkeit durch
eine gewerbliche
Schädlingsbekämpfungsfirma Hilfe geleistet werden.
3.
Selbsthilfe der Betroffenen ist nicht möglich.
Zu
1.)
Die
Beurteilung, ob eine konkrete Gefahr (Notfall) vorliegt, ist im
pflichtgemäßen Ermessen für den konkreten
Einzelfall
durch den Einsatzleiter der Feuerwehr zu treffen.
Zu
2.)
Für
die Beseitigung von Wespennestern stehen die gewerblichen
Schädlingsbekämpfungsfirmen zur Verfügung.
Die
entsprechenden Telefonnummern können aus den gelben Seiten,
Branchenbüchern usw. entnommen werden. Informationen erteilt
Ihnen auch das Bürgerbüro der Stadt Parsberg.
Zu
3.)
Wegen
der Eigengefährdung bei der Beseitigung eines Wespennestes
schließt sich die Selbsthilfe der Betroffenen
zunächst
meist aus. Jedoch ist auch dann schon kein öffentliches
Interesse mehr gegeben, wenn die Gefahr, die von einem Wespennest
ausgeht, bereits durch Absperrmaßnahmen abgewendet ist und
endgültig dann mit gewerblicher Hilfe eines
Schädlingsbekämpfers
beseitigt werden kann. Absperrmaßnahmen sind in vielen
Fällen
sehr wohl durch Selbsthilfe möglich.
Nachfolgend
möchten wir Ihnen einige Informationen zu Verhaltensweisen und
zur Biologie dieser Tiere geben.
Wissenswertes
über Wespen und Hornissen
Die
Nester der in Staaten lebenden mitteleuropäischen Wespen,
Hornissen und Hummeln sind
immer einjährig. Im Spätsommer wachsen junge
Königinnen
und Männchen heran, die zum „Hochzeitsflug“
die
Nester verlassen. Die Männchen sterben nach der Paarung, die
Jungköniginnen suchen sich außerhalb des
Nistbereichs
geschützte Überwinterungsplätze. Die alte
Königin
und ihre Arbeiterinnen sterben im Herbst. Die verlassenen Nester
können dann gefahrlos beseitigt werden. Sie werden auch im
nächsten Jahr nicht mehr bezogen.
Selbst
in Wohngebäuden sollte daher geprüft werden, ob es
bis zum
Herbst möglich ist, den Rollladen nicht zu betätigen,
wenn
Wespen oder Hornissen im Rollladenkasten brüten, und eventuell
das nächstgelegene Fenster mit Fliegengaze (in
Baumärkten
einschließlich selbstklebendem Klettband als Meterware
erhältlich), zu verschließen, um ohne
Belästigung
lüften zu können. Bei vorsichtiger
Annäherung an die
Nester und mit der Bereitschaft, innere Vorbehalte und Vorurteile zu
überwinden, können sich hier interessante
Beobachtungsmöglichkeiten bieten.
Ein
Wespenvolk zählt etwa 1.000 Tiere. Ein Hornissenvolk kommt auf
etwa 300 Tiere. Zum Vergleich: Ein Bienenvolk umfasst bis zu 50.000
Tiere.
Auch
Wespen haben ihren festen Platz im Naturhaushalt! Sie sind
außerordentlich fleißige
Schädlingsbekämpfer:
Ein Volk unserer größten Wespe, der Hornisse,
benötigt
z. B. zur Ernährung seiner Brut 7 –
12
kg Insekten in einem Sommer! Viele Blütenpflanzen werden sogar
von Wespen bestäubt. Die Bestäubung mancher
Kulturpflanzen,
wie die des als Viehfutter angebauten Rotklees, aber auch von Erbsen
und Bohnen, erfolgt überwiegend durch Wildbienen und Hummeln.
Wespen
und Hornissen sind
außerhalb ihres Nestbereiches nicht
aggressiv.
Während der Futtersuche überwiegt normalerweise das
Fluchtverhalten und die Tiere stechen nur, wenn sie sich bedroht
fühlen. Auch sind Wespen und Hornissen nicht giftiger als
Honigbienen. Im Gegenteil: Das Gift der Honigbiene ist etwa um das
vierfache stärker als Wespen- oder Hornissengift. Wespen,
Hornissen und Hummeln stechen nur, wenn sie sich bedroht
fühlen,
z. B., wenn sie am Nest gestört werden, wenn sie eingeklemmt
(Kniekehle, Achsel, Armbeuge, Hosenbeine) oder festgehalten werden
oder in den Mund geraten. Die einzeln lebenden Wildbienen, z. B. die
im Boden nistenden Sandbienen oder die in kleinen
Maueröffnungen,
Bohrlöchern oder morschem
Holz
nistenden Mauerbienen versuchen meist nur zu stechen, wenn man sie
festhält oder sie in der Kleidung gefangen sind.
Deshalb
aufpassen, wo man sich hinsetzt, vorsichtig essen und
Trinkgefäße
im Freien abdecken oder Strohhalm benutzen.
Die
Weibchen
von Wespen und Hornissen tragen
einen Wehrstachel,
mit dem sie sich und ihre Brut verteidigen. Bei einem Stich verlieren
sie ihren Stachel nicht –
anders
als die Bienen.
Verhalten bei Insektenstichen
►
Für
gesunde Menschen ist ein Stich zwar lästig, aber nicht
gefährlich. Selbst nach zahlreichen Stichen sind keine
Vergiftungen mit eventuell tödlichem Ausgang zu erwarten.
►
Den
Stachel möglichst schnell entfernen.
Achtung:
den
Stachel nicht mit den Fingern herausziehen (da sonst das restliche
Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt
wird), sondern mit dem Fingernagel wegkratzen. Leicht abbinden (so
dass der Puls noch fühlbar ist).
►Der
anfängliche Schmerz nach einem Stich und die lokale Schwellung
sind normale Reaktionen. Sie gehen nach einiger Zeit von selbst
zurück. Kühlen Sie die Einstichstelle mit Eisbeuteln
oder
kalten Umschlägen.
►Bei
Stichen
im Hals- und Mundbereich sicherheitshalber
einen Arzt
aufsuchen.
Das Lutschen von Eis und kalte Umschläge kann Schwellungen im
Hals- und Mundbereich verringern.
►Werden
Kleinkinder
von
Bienen, Wespen oder Hornissen gestochen, ist ebenfalls
unverzüglich
ein Arzt
aufzusuchen.
►Zu
kritischen Reaktionen kann es nur dann kommen, wenn Menschen auf
bestimmte, in den Mischgiften enthaltene
Eiweißkörper
stark allergisch
reagieren (Kreislaufprobleme,
Herzrasen, Atemnot, Nesselsucht oder Anzeichen eines Schocks) oder
der Stich in den Rachen erfolgt. Hier ist sofortige ärztliche
Hilfe erforderlich –
am
Besten den Notarzt
alarmieren
!!
Telefonnummer der Rettungsleitstelle: 112 oder 19222
Bei
vernünftigem Umgang mit diesen Tieren ist in aller Regel ein
Miteinander ohne gegenseitige Beeinträchtigung
möglich: In
Nestnähe können sich Wespen durch dunkel gekleidete
Personen bedroht fühlen (evtl. angeborene Reaktion auf
natürliche Feinde wie Dachs oder Bär). Allerdings
können
sie sich relativ schnell an Menschen in ihrem Umfeld gewöhnen,
solange diese sich ruhig bewegen und nur langsam auf das Nest
zugehen. Auffällig helle Kleidung auf gebräunter Haut
(hoher Kontrast) kann in Nestnähe bei Honigbienen und Wespen
Aggression auf Hautpartien am Rand der Kleidung (Hemdärmel,
Rocksaum, Hosenbein) auslösen, wenn man sich hastig bewegt.
Deshalb Ruhe bewahren und nicht nach anfliegenden Tieren schlagen.
Es
ist übrigens kein Witz: Angstschweiß löst
Angriffe
aus !
Lediglich
zwei der insgesamt acht häufigeren „sozialen“
Wespenarten
naschen im Hochsommer bis zum Herbst gerne an Lebensmitteln und
süßen
Getränken. Also Vorsicht
beim
Essen und Trinken im Freien! Kleinkindern dabei öfter den Mund
abwischen, damit keine Wespen durch Speisereste angelockt werden.
Wenn
aus Wespennestern
im
Boden oder Gebäuden abfliegende Tiere stark begangene Wege
kreuzen, genügt es zur Vermeidung gefährlicher
Begegnungen
meist, in geringer Entfernung vor dem Flugloch, am besten nachts, ein
breites Brett oder eine Pappe quer zur Flugrichtung anzubringen, um
die Tiere in eine andere Richtung zu lenken. Wenn dies mit ruhigen
Handgriffen und ohne Hast oder Erschütterungen geschieht und
vermieden wird, die Einflugöffnung direkt anzuleuchten, sind
Angriffe nicht zu erwarten.
Hornissen
sind
trotz ihrer eindrucksvollen Größe friedliche und
lernfähige Tiere: Sie lernen durch Abwehrbewegungen (bei
Tisch,
nicht am Nest!), dass sie unerwünscht sind und
flüchten.
Bienenschwärme
treten
hauptsächlich im Frühsommer (Ende Mai bis Mitte Juli)
auf.
Es handelt sich dabei immer um Honigbienen.
Meistens fallen sie erst auf, wenn sie sich als sogenannte
„Schwarmtraube“
in
Sträuchern, Baumkronen oder auch an Balkongeländern
niederlassen. Diese Tiere wirken zwar durch ihr anfänglich
wildes Umherfliegen bedrohlich, sind jedoch in der Regel absolut
friedfertig, da sie kein Nest zu verteidigen haben und alle
Kräfte
brauchen, um einen neuen Nistplatz zu suchen.
Zur
Beachtung:
Alle wildlebenden Tiere, somit auch
Wespen, stehen unter allgemeinen Naturschutz, d.h., sie dürfen
ohne vernünftigen Grund nicht getötet werden.
Hornissen und Hummeln sowie alles Wildbienen als Einzelarten unter
besonderem Schutz (spezieller Artenschutz). Maßnahmen an
deren Nestern erforden die Genemigung durch die zustendige
Naturschutzbehörde.
Die
Beseitigung eines Wespennestes –
eine
Aufgabe für den Schädlingsbekämpfer
Sollte
die Beseitigung eines Wespennestes trotz aller Toleranz (und
Sympathie?) unvermeidlich sein, so ist zunächst die
umweltfreundlichere Methode der Umsetzung angezeigt.
Nur
in wirklichen Notfällen (Nest in Wohnräumen,
Kleinkinder
oder Kranke im Raum oder bei den seltenen Fällen echter
Wespenstichallergie), wenn eine Umsetzung technisch nicht
möglich
ist, sollte eine Vernichtung vorgenommen werden. Von eigenen
Vernichtungsversuchen ist dringend abzuraten! Bitte beachten Sie,
dass auch die oft als umweltverträglich bezeichneten modernen
Insektizide bei Anwendung in Wohnräumen
Liebe
Mitbürgerin, lieber Mitbürger,
mit
dem Beginn der wärmeren Jahreszeit gehen bei der Feuerwehr
wieder fast täglich Anrufe ein, in denen sich
Bürgerinnen
und Bürger wegen Wespen-, Hornissen- oder Hummelnestern und
Wildbienen im Haus oder Garten hilfesuchend an uns wenden.
Ein Tätigwerden
der Feuerwehr ist in diesen
Fällen jedoch nur unter besonderen Voraussetzungen
möglich.
Der Aufgabenbereich der Feuerwehr umfasst unter anderem die
Technische Hilfe bei Unglücksfällen und sonstigen
Notfällen, soweit die Hilfeleistung im öffentlichen
Interesse liegt. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn Gefahr im
Verzug ist oder technische Hilfsmittel benötigt werden, die
nur
bei der Feuerwehr vorhanden sind. Weiterhin ist erforderlich, dass
die Hilfe nicht oder nicht in der notwendigen Schnelligkeit durch
Dritte geleistet werden kann und auch keine Selbsthilfe der
Betroffenen möglich ist.
Daher
darf nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz die Beseitigung eines
Wespennestes von der Feuerwehr als technische Hilfeleistung im
öffentlichen Interesse nur vorgenommen werden, wenn folgende
drei Voraussetzungen erfüllt sind:
1.
Es liegt eine konkrete Gefahr im Verzug (Notfall) durch das
Wespennest vor.
2.
Es kann nicht oder nicht in der notwendigen Schnelligkeit durch
eine gewerbliche
Schädlingsbekämpfungsfirma Hilfe geleistet werden.
3.
Selbsthilfe der Betroffenen ist nicht möglich.
Zu
1.)
Die
Beurteilung, ob eine konkrete Gefahr (Notfall) vorliegt, ist im
pflichtgemäßen Ermessen für den konkreten
Einzelfall
durch den Einsatzleiter der Feuerwehr zu treffen.
Zu
2.)
Für
die Beseitigung von Wespennestern stehen die gewerblichen
Schädlingsbekämpfungsfirmen zur Verfügung.
Die
entsprechenden Telefonnummern können aus den gelben Seiten,
Branchenbüchern usw. entnommen werden. Informationen erteilt
Ihnen auch das Bürgerbüro der Stadt Parsberg.
Zu
3.)
Wegen
der Eigengefährdung bei der Beseitigung eines Wespennestes
schließt sich die Selbsthilfe der Betroffenen
zunächst
meist aus. Jedoch ist auch dann schon kein öffentliches
Interesse mehr gegeben, wenn die Gefahr, die von einem Wespennest
ausgeht, bereits durch Absperrmaßnahmen abgewendet ist und
endgültig dann mit gewerblicher Hilfe eines
Schädlingsbekämpfers
beseitigt werden kann. Absperrmaßnahmen sind in vielen
Fällen
sehr wohl durch Selbsthilfe möglich.
Nachfolgend
möchten wir Ihnen einige Informationen zu Verhaltensweisen und
zur Biologie dieser Tiere geben.
Wissenswertes
über Wespen und Hornissen
Die
Nester der in Staaten lebenden mitteleuropäischen Wespen,
Hornissen und Hummeln sind
immer einjährig. Im Spätsommer wachsen junge
Königinnen
und Männchen heran, die zum „Hochzeitsflug“
die
Nester verlassen. Die Männchen sterben nach der Paarung, die
Jungköniginnen suchen sich außerhalb des
Nistbereichs
geschützte Überwinterungsplätze. Die alte
Königin
und ihre Arbeiterinnen sterben im Herbst. Die verlassenen Nester
können dann gefahrlos beseitigt werden. Sie werden auch im
nächsten Jahr nicht mehr bezogen.
Selbst
in Wohngebäuden sollte daher geprüft werden, ob es
bis zum
Herbst möglich ist, den Rollladen nicht zu betätigen,
wenn
Wespen oder Hornissen im Rollladenkasten brüten, und eventuell
das nächstgelegene Fenster mit Fliegengaze (in
Baumärkten
einschließlich selbstklebendem Klettband als Meterware
erhältlich), zu verschließen, um ohne
Belästigung
lüften zu können. Bei vorsichtiger
Annäherung an die
Nester und mit der Bereitschaft, innere Vorbehalte und Vorurteile zu
überwinden, können sich hier interessante
Beobachtungsmöglichkeiten bieten.
Ein
Wespenvolk zählt etwa 1.000 Tiere. Ein Hornissenvolk kommt auf
etwa 300 Tiere. Zum Vergleich: Ein Bienenvolk umfasst bis zu 50.000
Tiere.
Auch
Wespen haben ihren festen Platz im Naturhaushalt! Sie sind
außerordentlich fleißige
Schädlingsbekämpfer:
Ein Volk unserer größten Wespe, der Hornisse,
benötigt
z. B. zur Ernährung seiner Brut 7 –
12
kg Insekten in einem Sommer! Viele Blütenpflanzen werden sogar
von Wespen bestäubt. Die Bestäubung mancher
Kulturpflanzen,
wie die des als Viehfutter angebauten Rotklees, aber auch von Erbsen
und Bohnen, erfolgt überwiegend durch Wildbienen und Hummeln.
Wespen
und Hornissen sind
außerhalb ihres Nestbereiches nicht
aggressiv.
Während der Futtersuche überwiegt normalerweise das
Fluchtverhalten und die Tiere stechen nur, wenn sie sich bedroht
fühlen. Auch sind Wespen und Hornissen nicht giftiger als
Honigbienen. Im Gegenteil: Das Gift der Honigbiene ist etwa um das
vierfache stärker als Wespen- oder Hornissengift. Wespen,
Hornissen und Hummeln stechen nur, wenn sie sich bedroht
fühlen,
z. B., wenn sie am Nest gestört werden, wenn sie eingeklemmt
(Kniekehle, Achsel, Armbeuge, Hosenbeine) oder festgehalten werden
oder in den Mund geraten. Die einzeln lebenden Wildbienen, z. B. die
im Boden nistenden Sandbienen oder die in kleinen
Maueröffnungen,
Bohrlöchern oder morschem
Holz
nistenden Mauerbienen versuchen meist nur zu stechen, wenn man sie
festhält oder sie in der Kleidung gefangen sind.
Deshalb
aufpassen, wo man sich hinsetzt, vorsichtig essen und
Trinkgefäße
im Freien abdecken oder Strohhalm benutzen.
Die
Weibchen
von Wespen und Hornissen tragen
einen Wehrstachel,
mit dem sie sich und ihre Brut verteidigen. Bei einem Stich verlieren
sie ihren Stachel nicht –
anders
als die Bienen.
Verhalten bei Insektenstichen
►
Für
gesunde Menschen ist ein Stich zwar lästig, aber nicht
gefährlich. Selbst nach zahlreichen Stichen sind keine
Vergiftungen mit eventuell tödlichem Ausgang zu erwarten.
►
Den
Stachel möglichst schnell entfernen.
Achtung:
den
Stachel nicht mit den Fingern herausziehen (da sonst das restliche
Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt
wird), sondern mit dem Fingernagel wegkratzen. Leicht abbinden (so
dass der Puls noch fühlbar ist).
►
Der
anfängliche Schmerz nach einem Stich und die lokale Schwellung
sind normale Reaktionen. Sie gehen nach einiger Zeit von selbst
zurück. Kühlen Sie die Einstichstelle mit Eisbeuteln
oder
kalten Umschlägen.
►
Bei
Stichen
im Hals- und Mundbereich sicherheitshalber
einen Arzt
aufsuchen.
Das Lutschen von Eis und kalte Umschläge kann Schwellungen im
Hals- und Mundbereich verringern.
►
Werden
Kleinkinder
von
Bienen, Wespen oder Hornissen gestochen, ist ebenfalls
unverzüglich
ein Arzt
aufzusuchen.
►
Zu
kritischen Reaktionen kann es nur dann kommen, wenn Menschen auf
bestimmte, in den Mischgiften enthaltene
Eiweißkörper
stark allergisch
reagieren (Kreislaufprobleme,
Herzrasen, Atemnot, Nesselsucht oder Anzeichen eines Schocks) oder
der Stich in den Rachen erfolgt. Hier ist sofortige ärztliche
Hilfe erforderlich –
am
Besten den Notarzt
alarmieren
!!
Telefonnummer der Rettungsleitstelle:
19222
Bei
vernünftigem Umgang mit diesen Tieren ist in aller Regel ein
Miteinander ohne gegenseitige Beeinträchtigung
möglich: In
Nestnähe können sich Wespen durch dunkel gekleidete
Personen bedroht fühlen (evtl. angeborene Reaktion auf
natürliche Feinde wie Dachs oder Bär). Allerdings
können
sie sich relativ schnell an Menschen in ihrem Umfeld gewöhnen,
solange diese sich ruhig bewegen und nur langsam auf das Nest
zugehen. Auffällig helle Kleidung auf gebräunter Haut
(hoher Kontrast) kann in Nestnähe bei Honigbienen und Wespen
Aggression auf Hautpartien am Rand der Kleidung (Hemdärmel,
Rocksaum, Hosenbein) auslösen, wenn man sich hastig bewegt.
Deshalb Ruhe bewahren und nicht nach anfliegenden Tieren schlagen.
Es
ist übrigens kein Witz: Angstschweiß löst
Angriffe
aus !
Lediglich
zwei der insgesamt acht häufigeren „sozialen“
Wespenarten
naschen im Hochsommer bis zum Herbst gerne an Lebensmitteln und
süßen
Getränken. Also Vorsicht
beim
Essen und Trinken im Freien! Kleinkindern dabei öfter den Mund
abwischen, damit keine Wespen durch Speisereste angelockt werden.
Wenn
aus Wespennestern
im
Boden oder Gebäuden abfliegende Tiere stark begangene Wege
kreuzen, genügt es zur Vermeidung gefährlicher
Begegnungen
meist, in geringer Entfernung vor dem Flugloch, am besten nachts, ein
breites Brett oder eine Pappe quer zur Flugrichtung anzubringen, um
die Tiere in eine andere Richtung zu lenken. Wenn dies mit ruhigen
Handgriffen und ohne Hast oder Erschütterungen geschieht und
vermieden wird, die Einflugöffnung direkt anzuleuchten, sind
Angriffe nicht zu erwarten.
Hornissen
sind
trotz ihrer eindrucksvollen Größe friedliche und
lernfähige Tiere: Sie lernen durch Abwehrbewegungen (bei
Tisch,
nicht am Nest!), dass sie unerwünscht sind und
flüchten.
Bienenschwärme
treten
hauptsächlich im Frühsommer (Ende Mai bis Mitte Juli)
auf.
Es handelt sich dabei immer um Honigbienen.
Meistens fallen sie erst auf, wenn sie sich als sogenannte
„Schwarmtraube“
in
Sträuchern, Baumkronen oder auch an Balkongeländern
niederlassen. Diese Tiere wirken zwar durch ihr anfänglich
wildes Umherfliegen bedrohlich, sind jedoch in der Regel absolut
friedfertig, da sie kein Nest zu verteidigen haben und alle
Kräfte
brauchen, um einen neuen Nistplatz zu suchen.
Zur
Beachtung:
Alle wildlebenden Tiere, somit auch
Wespen, stehen unter allgemeinen Naturschutz, d.h., sie dürfen
ohne vernünftigen Grund nicht getötet werden.
Hornissen und Hummeln sowie alles Wildbienen als Einzelarten unter
besonderem Schutz (spezieller Artenschutz). Maßnahmen an
deren Nestern erforden die Genemigung durch die zustendige
Naturschutzbehörde.
Die
Beseitigung eines Wespennestes –
eine
Aufgabe für den Schädlingsbekämpfer
Sollte
die Beseitigung eines Wespennestes trotz aller Toleranz (und
Sympathie?) unvermeidlich sein, so ist zunächst die
umweltfreundlichere Methode der Umsetzung angezeigt.
Nur
in wirklichen Notfällen (Nest in Wohnräumen,
Kleinkinder
oder Kranke im Raum oder bei den seltenen Fällen echter
Wespenstichallergie), wenn eine Umsetzung technisch nicht
möglich
ist, sollte eine Vernichtung vorgenommen werden. Von eigenen
Vernichtungsversuchen ist dringend abzuraten! Bitte beachten Sie,
dass auch die oft als umweltverträglich bezeichneten modernen
Insektizide bei Anwendung in Wohnräumen durchaus für
Menschen negative gesundheitliche Wirkungen haben können.
Sowohl
für die Umsetzung als auch die Vernichtung stehen anerkannte
Schädlingsbekämpfer
zur Verfügung, deren
Anschriften z.B. im Branchenverzeichnis
oder den Gelben
Seiten zu finden sind. Die
Schädlingsbekämpfer verfügen auch
über die
erforderliche Ausbildung und Fachkunde.
Für
den
Inhalt dieser Information kann durch die Freiwillige Feuerwehr
Parsberg keine Gewähr übernommen werden.
durchaus für
Menschen negative gesundheitliche Wirkungen haben können.
Sowohl
für die Umsetzung als auch die Vernichtung stehen anerkannte
Schädlingsbekämpfer
zur Verfügung, deren
Anschriften z.B. im Branchenverzeichnis
oder den Gelben
Seiten zu finden sind. Die
Schädlingsbekämpfer verfügen auch
über die
erforderliche Ausbildung und Fachkunde.
Für
den
Inhalt dieser Information kann durch die Freiwillige Feuerwehr
Parsberg keine Gewähr übernommen werden.
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